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Lexikon - Industrie 4.0

Lexikon - Industrie 4.0

EINFACH anders

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On-Demand-Fertigung

On-Premise

 On-Premise ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Internet der Dienste

On-Premise ist das Gegenteil von der Cloud und beschreibt ein Betreibermodell, bei dem die Server und die Software in den eigenen Räumlichkeiten, vor Ort lokal betrieben werden.

Erst seitdem zunehmend die Nutzung von Hard- und Software aus der Cloud angeboten wird, ist der Begriff als Gegenpol entstanden.

onPremise

Bildquelle: ©Maschinenfabrik Reinhausen

OPC UA

 OPC UA ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Data Governance 

Die Abkürzung OPC UA steht für „Open Platform Communications Unified Architecture“
und ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Standardisierung von Fabrikprozessen.
Es ist ein Framework für den Austausch standardisierter Daten und ist in der Lage die babylonische Sprachverwirrung der unterschiedlichsten vernetzungsfähigen DINGE aufzulösen.

OPC UA beinhaltet dazu eine Sammlung von Spezifikationen, die die Kommunikation im Umfeld der Industrieautomation standarisiert.
Dazu ist es als plattformunabhängige, service-orientierte Architektur (SOA) aufgebaut.
Es ist nicht nur ein Protokoll, sondern es ist es ein Framework für den Austausch standardisierter Daten vom Sensor bis zur Cloud. Durch OPC UA werden Maschinendaten, wie z.B. Regelgrößen, Messwerte, Parameter, etc. maschinenlesbar beschrieben und dadurch im Sinne von IoT transportierbar.

Die Basisspezifikation trägt den Namen „𝗢𝗣𝗖 𝗨𝗔 𝗳𝗼𝗿 𝗠𝗮𝗰𝗵𝗶𝗻𝗲𝗿𝘆“ und ist für alle Maschinen gültig.
Maschinenspezifische Unterschiede werden in den „Companion Specifications“ abgebildet.

OPC UA ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Standardisierung von Fabrikprozessen.

OPC UA wird u.a. durch OPC Foundation und dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.) vorangebracht und wird vorrangig in Europa eingesetzt. In anderen Teilen der Welt spielt u.a. MTConnect eine wichtige Rolle in der Maschinenkommunikation.

Ein neuartiger und vielversprechender deutscher Lösungsansatz zur Maschinenvernetzung ist umati.

Übrigens: Der kleine Bruder von „OPC UA“ ist „𝗠𝗤𝗧𝗧

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Bildquelle: ©OPC Foundation

Hier finden Sie eine Veröffentlichung der OPC Foundation

Zitat VDMA e.V. Newsletter vom 18.03.2020:
"OPC UA ermöglicht die interoperable Kommunikation vom Shop-Floor bis in die Cloud. Bislang fehlt jedoch das einheitliche Vokabular dieser „Weltsprache der Produktion“. Dieses erarbeiten mittlerweile rund 500 Unternehmen in mehr als 30 Arbeitskreisen im VDMA gemeinsam mit weiteren Akteuren. Dabei entstehen branchenspezifische „OPC UA Companion Specifications“. Aktuell ist das durch das BMWi geförderte Projekt „Interoperable Interfaces for Intelligent Production“, kurz II4IP, an den Start gegangen. Sein Ziel ist es, branchenübergreifende OPC-UA-Standards zu definieren und in der "OPC UA for Machinery" zusammenzuführen."

 

 

Orchestrierung

 ◾ Orchestrierung ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Autonomie

Der Begriff Orchestrierung im Sinne von INDUSTRIE 4.0 wurde aus dem Bereich der Orchestermusik übernommen und bedeutet das Kombinieren, Zusammenstellen und Dirigieren unterschiedlicher Assets und WebServices zu einem Wertstrom. Dies wird mittels dienstorientierter Architektur (SOA) umgesetzt.

Jeder einzelne Orchestermusiker ist mit seinem speziellen Instrument vergleichbar mit einem Asset in einer Fertigungshalle. Aus der Sicht des Dirigenten, der alle Einzelinstrumente gleichzeitig im Blick haben muss und im richtigen Moment zum Einsatz bringen muss, entsteht eine Orchestrierung bzw. ein Wertstrom in der Produktionshalle
Ein Dirigent im Sinne von Industrie 4.0 ist z.B. ein Fertigungssteuerer bzw. ein Augmented Operator, der mit einem kognitiven Assistenzsystem die Assets in einer Produktionshalle orchestriert. Ebenso könnte man die Mehrmaschinenbedienung von komplexen Dreh-Fräszentren incl. der Steuerung aller benötigter Fertigungshilfsmittel (Werkzeuge, Vorrichtungen, etc.) durch einen einzigen Mitarbeiter als Orchestrierung bezeichnen. Möglich wird das nur durch ein kognitives Assistenzsystem.

Ausblick: Im Sinne der Autonomie könnte sich das kognitive Assistenzsystem immer stärker zu einem vollautomatischen Dirigenten weiterentwickeln.

Orchestrierung

Bildquelle: © backup_studio / stock.adobe.com

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Johann Hofmann INDUSTRIE 4.0 Experte, Keynote Speaker, Praktiker aus Leidenschaft Anonym hat 4,61 von 5 Sternen 63 Bewertungen auf ProvenExpert.com