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Lexikon - Industrie 4.0

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EINFACH anders

C

Cloud

Cloud Computing (deutsch Rechnerwolke oder Datenwolke) ist ein Betreibermodell, bei dem die IT-Ressourcen, wie z.B. Server, nicht in den eigenen Räumlichkeiten betrieben werden, sondern, z.B. über das Internet, dynamisch zur Verfügung gestellt werden. Diese Art der Bereitstellung ermöglicht es, die IT- Ressourcen (Hardware, Software, Infrastruktur) bedarfsorientiert und flexibel abzurufen.

Cloud Computing

Bildquelle: ©bagotaj - Fotolia.com

Man unterscheidet bei Cloud Computing zwischen folgenden Ausprägungen:

Public Cloud
Die Public Cloud ist eine öffentliche Cloud deren Dienste offen über das Internet für jedermann zugänglich sind.

Private Cloud
Die Private Cloud wird auch als Unternehmens-Cloud bezeichnet.
Sie nutzt zwar die Vorzüge der Cloud-Technik, bleibt aber durch internes Hosten innerhalb eines Unternehmens und erreicht dadurch einen hohen Sicherheits- und Datenschutzgrad, allerdings mit erhöhten Personal- und Wartungsaufwand. 

Hybrid Cloud
Wenn Private Clouds mit Public Clouds kombiniert werden, dann spricht man von einer Hybrid Cloud. Dies ermöglicht eine Trennung und Verteilung von datenschutzkritischen und -unkritischen Geschäftsprozessen, allerdings mit noch höherem Personal- und Wartungsaufwand.

Hinweis:
Das Gegenteil von der Cloud nennt man On-Premise

 

 

Cobot

siehe Robotik

Cognitive Services

Companion Specifications

gehört zu: Vernetzung

Companion Specifications legen fest in welcher Form die vernetzungsfähigen Dinge bestimmte Informationen bereitstellen.
Der herstellerunabhängige Austausch von Daten ist eine entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Einführung von Industrie 4.0.
OPC UA beinhaltet dazu eine Sammlung von Spezifikationen, die die Kommunikation im Umfeld der Industrieautomation standarisiert. Dafür braucht es jedoch noch das maschinenspezifische Vokabular, das in Form von OPC UA Companion Specifications definiert wird.

Um sich digital zu integrieren, braucht ein Kaffeevollautomat logischerweise einen anderen Wortschatz als eine Fräsmaschine.

Die OPC Foundation und der VDMA erarbeiten deshalb in diversen Arbeitskreisen diesen domänenspezifischen Wortschatz.
Damit Interoperabilität möglich wird und unterschiedlichste Systeme, möglichst nahtlos zusammenarbeiten können ist zu hoffen, dass diese und weitere Arbeitskreise eine kritische Masse an Unternehmen mobilisieren können, die sich auf diesen Standard einigen.
Companion Specifications

Bildquelle: © magele-picture / stock.adobe.com & JH

Condition Monitoring

gehört zu: Smart Data und KI

Condition Monitoring steht für die kontinuierliche Zustandsüberwachung von Assets wie z.B. Maschinen und Anlagen, etc.
Basierend auf in Echtzeit gesammelten und analysierten Sensordaten kann ein verlässliches Bild über den (Verschleiß-) Zustand von Bauteilen gewonnen und bei Bedarf automatisch reagiert werden.

ConditionMonitoring
Bildquelle: ©synthex - Adobe Stock

Condition Monitoring kann auch ohne Visualisierung stattfinden, d.h. die Software läuft unerkannt im Hintergrund und macht sich nur bei erkannten Störungen bemerkbar durch automatisches Gegensteuern. Diese Überwachung des Maschinenzustands ist die zwingende Voraussetzung für eine vorausschauende und
bedarfsorientierte Wartung und Instandhaltung mittels Predictive Maintenance.

Abgrenzung:

  • Visualisierung zeigt Zustände nur bildhaft an, ohne auf kritische Zustände automatisch zu reagieren.
  • Condition Monitoring reagiert auf kritische Zustände oder auf Werte außerhalb eines festgelegten Bereiches.
  • Predictive Maintenance kann auf Grund der Zustände vorausschauend berechnen, wann Wartungen durchzuführen sind.

Cyber-Physical Production System (CPPS)

Cyber-Physical Systems (CPS)

CPS steht für Cyber-Physical Systems, zu Deutsch: cyber-physische Systeme

CPPS steht für Cyber-Physical Production Systems und ist die Ausprägung des CPS für die produzierende Industrie

Beide Begriffe beinhalten Objekte, die sich selbst steuern.
Dazu benötigen sie dreierlei:

1. Sensoren, um die physische Welt in Form von Daten zu erfassen
2. eingebettete Software, um die Daten auszuwerten und um Entscheidungen zu treffen
3. Aktoren (z.B. Elektromotoren), um die berechneten Entscheidungen umzusetzen und dadurch steuernd bzw. regulierend auf die physische Welt einzuwirken

CPS Beispiel - Automatische Markisensteuerung mit:
1. einem Sensor, der die Windstärke misst
2. einer Software, die entscheidet wann die Markise automatisch eingefahren werden muss
3. einem Aktor, der die Markise mittels Elektromotor einfährt

CPPS Beispiel – Automatische Nachschubsteuerung einer Produktionslinie mit:
1. mehreren Sensoren, die den Verbrauch auf der Produktionslinie messen
2. einer Software, die entscheidet, wann welcher Nachschub benötigt wird
3. mehreren Aktoren, die die Entnahme aus dem Lager und den Transport durchführen

Cyper Physical Systems

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Johann Hofmann INDUSTRIE 4.0 Experte, Keynote Speaker, Praktiker aus Leidenschaft hat 4,61 von 5 Sternen 63 Bewertungen auf ProvenExpert.com