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Lexikon - Industrie 4.0

Lexikon - Industrie 4.0

EINFACH anders

A

Adaptive Produktion

gehört zu: Smart Factory

Adaptive Systeme haben eine besondere Anpassungsfähigkeit an die jeweilige Umgebung.
Adaptive Produktion

Bildquelle: © Anita Ponne - Adobe Stock

Projiziert man diesen Begriff in die Produktionshallen so ist er hier gleichbedeutend für eine neue Form der Flexibilität von Fertigungsprozessen.
Den Ausgangspunkt dafür beschreibt der Begriff Data Governance (u.a. Vernetzung und Datensicherheit).
Darauf aufbauend können i40-Komponenten sich mit MOM-Systemen vernetzen.
So entsteht schrittweise die Adaptive (anpassungsfähige) Produktion in der Smart Factory.

Additive Fertigung

Die Additive Fertigung, auch bekannt unter dem Namen 3D-Druck, steht für ein Fertigungsverfahren, bei dem auf Basis von 3D-CAD Daten durch das Ablagern von Material schichtweise ein Bauteil erzeugt wird.

Im Prinzip werden die vorhandenen Fertigungsverfahren wie z.B.:
Gießen, Schmieden, Fräsen, Bohren, Schweißen oder Löten durch den 3D-Druck um ein weiteres Fertigungsverfahren ergänzt.

Deshalb verorte ich diesen Begriff nicht unter der Überschrift INDUSTRIE 4.0, sondern sehe in als eigenständige Technologie.

additiveFertigung

Bildquelle: © Wire_man - Adobe Stock

Aktives Lernen

gehört zu: KI

Aktives Lernen ist ein Teilgebiet vom Machine Learning.
weitere Informationen finden Sie dort.

AMQP

gehört zu: Data Governance

AMQP steht für Advanced Message Queuing Protocol.
Es handelt es sich um ein asynchrones und binäres Protokoll zur Nachrichtenübertragung, das unabhängig von der Programmiersprache ist.
AMQP wurde gemeinsam von großen Unternehmen entwickelt, – u.a. von Microsoft, Cisco, VMware, Bank of America, u. v. a.
Genauso wie MQTT ist auch AMQP ein Protokoll im Umfeld von IoT.

Weiterführende Informationen zu AMQP finden Sie hier:
https://www.rabbitmq.com/tutorials/amqp-concepts.html

Anything as a Service (XaaS/EaaS)

Gehört zu: lnternet der Dienste

Die Abkürzung XaaS steht für den Begriff „Anything as a Service".

Oft wird parallel die Bezeichnung Everything as a Service (EaaS) verwendet.

XaaS bezeichnet einen Ansatz „alles" als Service zur Verfügung zu stellen und zu konsumieren.

Damit ist es der konsequente letzte Schritt,
nachdem es bereits folgende Teilmengen als Service gibt:

  1. Software as a Service (SaaS)
  2. Plattform as a Service (PaaS)
  3. lnfrastructure as a Service (laaS)

ln der Regel sind alle weiteren, zusätzlichen Services auf einen dieser drei Kernservices
SaaS, PaaS oder laaS zurückzuführen.

 

anything as a service

Bildquelle: © Gorodenkoff  - Fotolia.com

App

 

Der Begriff App leitet sich von dem Wort Application (Anwendungssoftware) ab.

Aktuell ist eine mobile App eine schmale Anwendungssoftware, die im Internet zum Herunterladen auf Smartphones bereitsteht. Im Gegenteil zu Systemprogrammen haben mobile Apps immer einen direkten Nutzen, allerdings ist ihr Funktionsumfang eingeschränkt.

Vermutlich werden zukünftig die Apps diese Einschränkung hinter sich lassen und Systemprogramme immer stärker verdrängen.
Siehe hierzu auch den Eintrag: DIGITAL VALUE

 

App

Mit der App Quizzer® spielerisch lernen

Artificial Intelligence as a Service (AIaaS)

Gehört zu: lnternet der Dienste

Als Artificial Intelligence as a Service (AIaaS) bezeichnet man künstliche Intelligenz (KI) aus der Cloud.
Es handelt sich dabei um einen der innovativsten Dienste.
Die Möglichkeit KI als Dienstleistung zu beziehen ermöglicht u.a. auch Startup Unternehmen ohne große Anfangsinvestitionen und Risiken ihre Ideen zu verwirklichen.
KI aus der Cloud umfasst ein breites Angebot, aus dem je nach individuellem Bedarf die passenden Services ausgesucht werden können. Ein Nachteil ist allerdings, dass nahezu alle kommerziellen AIaaS-Anbieter die Algorithmen nicht veröffentlichen. Es handelt sich daher um eine Art „Blackbox“ D.h. das umfangreiche und systematische Tests zur Absicherung der Ergebnisse viel Zeit in Anspruch nehmen können.

Zu den bekannten Arten von AIaaS gehören z.B. die Bots und Machine Learning.

Alternativ findet man für AIaaS auch die Bezeichnung: Cognitive Services

 AIaaS

Bildquelle: © @agsandrew-Depositphotos & JH

 

Asset

Assistenzsysteme

Assistenzsysteme assistieren dem Menschen und befähigen ihn zu besseren Entscheidungen. Denn Assistenzsysteme reduzieren die "wirkende", beim Menschen "ankommende" Komplexität auf ein beherrschbares Maß. Darüber hinaus fördern Assistenzsysteme durch unterstützende Maßnahmen den Kompetenzaufbau des Anwenders.

kognitive Assistenzsysteme sind in der Lage folgende positiven Wirkungen zu erzeugen:

1.  Assistenzsysteme verbessern die Ergebnisse
Als Metapher kann der Bremsassistent im Auto dienen, der den Bremsweg und das Spurhalten beim Bremsen verbessert.

2.  Assistenzsysteme fördern den Kompetenzaufbau des Anwenders
Als Metapher kann das Navigationssystem im Auto dienen, das ortsfremden Fahrern die Fähigkeit ermöglicht, in fremden Städten zu navigieren.

3.  Assistenzsysteme ermöglichen das ansonsten Unmögliche
Als Metapher kann ein modernes Kampfflugzeug dienen, das ohne Assistenzsysteme unmöglich vom Piloten alleine geflogen werden kann.

 

Assistenzsysteme

Bildquelle: ©Maschinenfabrik Reinhausen
Das Assistenzsystem ValueFacturing® ermöglicht dem Fertigungsplaner die Orchestrierung kompletter Maschinengruppen.

Assistenz geht der Autonomie voraus und befähigt den Menschen zu besseren Entscheidungen.
Selbst bei zukünftig vollständig autonomen Systemen (z.B. selbstfahrendes Auto) ermöglicht ein Assistenzsystem dem Menschen zahlreiche Einflussmöglichkeiten.

Besonders faszinierend an Industrie 4.0 ist folgendes:

  • Assistenzsysteme die dem Menschen assistieren und
  • autonome Systeme die den Menschen ersetzen (z.B. als Autofahrer) und
  • die Freiheit für den Menschen über die Sinnhaftigkeit nach Belieben wählen und entscheiden zu können:

 Assistenz versus Autonomie

Bildquelle: © karelnoppe- Fotolia.com & Rinspeed

Augmented Operator

gehört zu: lnterdisziplinarität

Ein Augmented Operator ist ein Mitarbeiter, der u.a. IT-basierte Assistenzsysteme nutzt, um seine Sicht auf die Fabrik zu erweitern.
Der Mensch behält dadurch ganz bewusst eine zentrale Rolle in allen relevanten Abläufen der Smart Factory.
Seine Aufgaben kann man wie folgt benennen: 

           beobachten - verstehen - bewerten - entscheiden – verantworten

In diesem Regelkreis kann er Zielvorgaben situativ und kontextabhängig beeinflussen.

Diese Aufgaben erledigt er über mobile Geräte, wie z.B.: Tablet-PCs bzw. Smartphones. Zukünftig wird er der Mitarbeiter 4.0 mit der Datenbrille und dem Telefon-Headset auf dem Kopf alle technischen Voraussetzung immer bei sich tragen, um in Sekundenschnelle reagieren zu können. Zudem kann er beispielsweise über diese mobilen Geräte von jedem Ort der Welt in die Produktion eingreifen und Betriebs- und Produktzustände über Echtzeitabbilder überwachen und steuern. Dazu braucht er stärkeres interdisziplinäres Handeln und Denken sowie einen ausgeprägten Weitblick, um nicht mit den Antworten von gestern die Fragen der Zukunft zu beantworten.

augmented operator

Augmented Operator mit ValueFacturing; Bildquelle: ©Maschinenfabrik Reinhausen

Augmented Reality (AR)

gehört zu: Virtualisierung

Augmented Reality (oder “Erweiterte Realität”) erweitert die menschliche Wahrnehmung der echten Welt durch Einblendung zusätzlicher virtueller Informationen. Die Zusammenführung dieser beiden Welten wird als Augmented Reality (AR) bezeichnet.  Der Nutzer benötigt dazu eine Augmented Reality Brille, wie z.B. die Microsoft Hololens.

augmented reality

Bildquelle: © Tran - Fotolia.com

Augmented Reality kann in abgeschwächter Form auch mit
Smartphone, Tablet, oder Headup-Display erlebt werden.

Merke:

Der Virtual Reality (VR) Nutzer sieht 100% virtuelle Bilder

Der Augmented Reality (AR) Nutzer sieht eine Mischung aus realen und virtuellen Bilder, die ohne räumlichen Bezug zueinander sind

Der Mixed Reality (MR) Nutzer sieht eine Mischung aus realen und virtuellen Bilder, die einen räumlichen Bezug zueinander haben

VR AR MR

Bildquelle: © fedorovacz - Adobe Stock& © Tran - Adobe Stock & ©JH

Automatische Identifizierung (Auto-ID)

siehe Entität
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Johann Hofmann INDUSTRIE 4.0 Experte, Keynote Speaker, Praktiker aus Leidenschaft hat 4,58 von 5 Sternen 56 Bewertungen auf ProvenExpert.com