microphone  johann hofmann facebook  johann hofmann xing  LinkedIn button  YouTube logo stacked white  johann hofmann twitter
Lexikon - Industrie 4.0

Lexikon - Industrie 4.0

EINFACH anders

A - C

A

Adaptive Produktion

 Adaptive Produktion ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Smart World 

Adaptive Systeme haben eine besondere Anpassungsfähigkeit an die jeweilige Umgebung.
Adaptive Produktion

Bildquelle: © Anita Ponne - Adobe Stock

Projiziert man diesen Begriff in die Produktionshallen so ist er hier gleichbedeutend für eine neue Form der Flexibilität von Fertigungsprozessen.
Den Ausgangspunkt dafür beschreibt der Begriff Data Governance (u.a. Vernetzung und Datensicherheit).
Darauf aufbauend können i40-Komponenten sich mit MOM-Systemen vernetzen.
So entsteht schrittweise die Adaptive (anpassungsfähige) Produktion in der Smart Factory.

Additive Fertigung

 Additive Fertigung ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Smart World 

Die Additive Fertigung, auch bekannt unter dem Namen 3D-Druck, steht für ein Fertigungsverfahren, bei dem auf Basis von 3D-CAD-Daten durch das Ablagern von Material schichtweise ein Bauteil erzeugt wird.

Durch den 3D-Druck werden die vorhandenen Fertigungsverfahren wie z.B.:
Gießen, Schmieden, Fräsen, Bohren, Drehen, Schweißen, Erodieren, Löten um ein neuartiges, datengetriebenes Fertigungsverfahren ergänzt.

Vor allem für die Losgröße 1 ist die Additive Fertigung ein entscheidender Bestandteil in der Smart Factory.
Prototypen können so schneller und kostengünstiger gefertigt werden. Selbst komplizierteste Bauteilgeometrien, die unmöglich gefräst oder gedreht werden könnten, können mit 3D-Druck hergestellt werden.
Anfangs vorhandene Nachteile, wie z.B. lange Fertigungszeiten, geringe Festigkeit oder zu geringe Qualität werden durch fortlaufende Innovationsschritte immer stärker entkräftet.

 

additiveFertigung

Bildquelle: © Wire_man - Adobe Stock

Die additive Fertigung nutzt je nach Anwendungsfall verschiedene Verfahren und Werkstoffe:
Pulver, Harze oder Filamente:

3D Druck Polymerwerkstoffe

Im Bild verschiedenfarbige Filamente als Werkstoff für 3D-Druck; Bildquelle: © stockphoto-graf / stock.adobe.com

Aktives Lernen

gehört zu: KI

Aktives Lernen ist ein Teilgebiet vom Machine Learning.
weitere Informationen finden Sie dort.

AMQP

 ◾ AMQP ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Data Governance

AMQP steht für Advanced Message Queuing Protocol.
Es handelt es sich um ein asynchrones und binäres Protokoll zur Nachrichtenübertragung, das unabhängig von der Programmiersprache ist.
AMQP wurde gemeinsam von großen Unternehmen entwickelt, – u.a. von Microsoft, Cisco, VMware, Bank of America, u. v. a.
Genauso wie MQTT ist auch AMQP ein Protokoll im Umfeld von IoT.

amqp

Bildquelle:  https://www.amqp.org/

Weiterführende Informationen zu AMQP finden Sie u.a. hier:
https://www.rabbitmq.com/tutorials/amqp-concepts.html

Anything as a Service (XaaS/EaaS)

 Anything as a Service (XaaSist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Internet der Dienste

Die Abkürzung XaaS steht für den Begriff „Anything as a Service".
Oft wird parallel die Bezeichnung Everything as a Service (EaaS) verwendet.
XaaS bezeichnet einen Ansatz „alles" als Service zur Verfügung zu stellen und zu konsumieren.

Damit ist es der konsequente letzte Schritt, nachdem es bereits folgende Teilmengen als Service gibt.

1️⃣ Software as a Service (SaaS)
2️⃣Plattform as a Service (PaaS)
3️⃣lnfrastructure as a Service (laaS)

ln der Regel sind alle weiteren, zusätzlichen Services auf einen dieser drei Kernservices SaaS, PaaS oder laaS zurückzuführen.

anything as a service

Bildquelle: © Gorodenkoff  - Fotolia.com

Apps

  ◾ APP ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼ Digital Value

Der Begriff App leitet sich von dem Wort Application (Anwendungssoftware) ab.

Ursprünglich war eine mobile App eine schmale Anwendungssoftware, die im Internet zum Herunterladen auf Smartphones bereitsteht.
Im Gegenteil zu Systemprogrammen haben mobile Apps immer einen direkten Nutzen, allerdings ist ihr Funktionsumfang eingeschränkt.
Vermutlich werden zukünftig die Apps diese Einschränkung hinter sich lassen und Systemprogramme immer stärker verdrängen.

Mittlerweile verwendet allerdings auch MICROSOFT bei  Windows 10 den Begriff APPS um in den Einstellungen die installierten Desktop-Programme aufzulisten.
D.h. der Begriff APP ist mitterlweile ein Synonym für Softwareprogramme aller Art.
Siehe hierzu auch den Hinweis zum Begriff APP beim Hauptbegriff:  DIGITAL VALUE

 

App

Mit der App Quizzer® spielerisch lernen
Bildquelle: © denphumi / stock.adobe.com & @Quizzer

APS

 ◾ PPS,  ◾ ERP,  ◾ APS,  ◾ Feinplanung sind im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehören zu: ◼️ Autonomie

APS  (Advanced Planning and Scheduling-Systeme) werden in der Produktion zur Feinplanung der ERP-Aufträge eingesetzt.

💡 Hintergrund:
Der im Zeitalter von CIM entstandene Begriff PPS (Produktionsplanung und -steuerung) hat sich weiterentwickelt zum ERP (Enterprise Resource Planning). Der Hauptgrund dafür war die Erkenntnis, dass in der Produktion neben dem Material auch die Ressourcen Mensch und Maschine entscheidend sind. Im Zuge dieser Entwicklung sind nahezu alle PPS Systeme zum ERP-System geworden.

Die Produktion kleiner Losgrößen mit hoher Variantenvielfalt führt zu häufigem Umrüsten der Produktionsanlagen. In diesem Fall empfiehlt sich zur Feinsteuerung der Terminvorgaben incl. rüstzeitoptimaler Reihenfolgeberechnung zusätzlich zum ERP ein APS-System. Das APS-System ergänzt die Möglichkeiten des ERP-Systems, um die Fähigkeit die Abläufe noch effizienter zu gestalten. Zusätzlich erhöht ein APS die Transparenz und hilft dabei den Überblick in der Produktion zu behalten. Dazu ist es notwendig Echtzeitdaten von den Produktionsanlagen auszulesen, um anschließend daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auch die Kapazitätsplanung der Ressourcen Mensch und Maschine wird dabei berücksichtigt.
Anschließend wird häufig der Staffelstab vom APS-System an das MES - System weitergereicht, welches ausführt was vom ERP grob und vom APS fein geplant wurde.

💡 Übrigens:
Genauso wie sich das PPS zum ERP weiterentwickeln musste,
muss sich im Sinne von Industrie 4.0 das MES zum MOM weiterentwickeln.

💡 Merke:
Abhängig von den Rahmenbedingungen der Produktion ergeben sich folgende Notwendigkeiten:
👉 ERP muss
👉 APS kann
👉 MES/MOM sollte

Advanced Planning and Scheduling Systeme

Bildquelle: © Ogerepus / stock.adobe.com

Artificial Intelligence as a Service (AIaaS)

 Artificial Intelligence as a Service (AIaaS) und Cognitive Services sind im Ordnungsrahmen Unterbegriffe und gehören zu: ◼️ Internet der Dienste

Als Artificial Intelligence as a Service (AIaaS) bezeichnet man künstliche Intelligenz (KI) aus der Cloud.
Alternativ findet man für AIaaS auch die Bezeichnung: Cognitive Services.

Auch wenn es sich dabei nur um eine einfache Form von KI handelt, so ist es doch einer der innovativsten Dienste.
Die Möglichkeit "künstliche Intelligenz" als Dienstleistung zu beziehen, ermöglicht u.a. auch Startup Unternehmen ohne große Anfangsinvestitionen und Risiken ihre Ideen zu verwirklichen. Software - Lösungen sind damit nur ein API-Aufruf entfernt von künstlicher Intelligenz.

Man könnte es auch als KI aus der Dose bezeichnen, denn im Prinzip ist es eine Sammlung von Algorithmen die Software-Entwicklern helfen ihre Anwendung einfacher mit künstlicher Intelligenz auszustatten. AIaaS umfasst ein breites Angebot, aus dem je nach individuellem Bedarf die passenden Services ausgesucht werden können.
Ein Nachteil ist allerdings, dass nahezu alle kommerziellen AIaaS-Anbieter die Algorithmen nicht veröffentlichen.
Es handelt sich daher um eine Art „Blackbox“ D.h. das umfangreiche und systematische Tests zur Absicherung der Ergebnisse viel Zeit in Anspruch nehmen können.
Zu den bekannten Arten von AIaaS gehören z.B. die Bots und Machine Learning.

 KI aus der Dose

Bildquelle: © ALEKSEI / stock.adobe.com; © emcrea_InPixio / stock.adobe.coms & JH

 

Asset

Asset Tracking

Assistenzsysteme

 ◾ Assistenzsystem ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Autonomie

Assistenzsysteme assistieren dem Menschen und befähigen ihn zu besseren Entscheidungen. Denn Assistenzsysteme reduzieren die "wirkende", beim Menschen "ankommende" Komplexität auf ein beherrschbares Maß. Darüber hinaus fördern Assistenzsysteme durch unterstützende Maßnahmen den Kompetenzaufbau des Anwenders.

kognitive Assistenzsysteme sind in der Lage folgende positiven Wirkungen zu erzeugen:

1️⃣ Assistenzsysteme verbessern die Ergebnisse
Als Metapher kann der Bremsassistent im Auto dienen, der den Bremsweg und das Spurhalten beim Bremsen verbessert.

2️⃣ Assistenzsysteme fördern den Kompetenzaufbau des Anwenders
Als Metapher kann das Navigationssystem im Auto dienen, das ortsfremden Fahrern die Fähigkeit ermöglicht, in fremden Städten zu navigieren.

3️⃣ Assistenzsysteme ermöglichen das ansonsten Unmögliche
Als Metapher kann ein modernes Kampfflugzeug dienen, das ohne Assistenzsysteme unmöglich vom Piloten alleine geflogen werden kann.

 Assistenzsysteme nutzen Cyber-Physical Systems (CPS) und sind die Vorstufe zur Autonomie.

Assistenzsysteme

Bildquelle: ©Maschinenfabrik Reinhausen
Das Assistenzsystem ValueFacturing® ermöglicht dem Fertigungsplaner die Orchestrierung kompletter Maschinengruppen.

Assistenz geht der Autonomie voraus und befähigt den Menschen zu besseren Entscheidungen.
Selbst bei zukünftig vollständig autonomen Systemen (z.B. selbstfahrendes Auto) ermöglicht ein Assistenzsystem dem Menschen zahlreiche Einflussmöglichkeiten.

Besonders faszinierend an Industrie 4.0 ist folgendes:

  • Assistenzsysteme die dem Menschen assistieren und
  • autonome Systeme die den Menschen ersetzen (z.B. als Autofahrer) und
  • die Freiheit für den Menschen über die Sinnhaftigkeit nach Belieben wählen und entscheiden zu können:

 Assistenz versus Autonomie

Bildquelle: © karelnoppe- Fotolia.com & Rinspeed

Augmented Operator

 ◾ Augmented Operator  ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ lnterdisziplinarität

Ein Augmented Operator ist ein Mitarbeiter, der u.a. IT-basierte Assistenzsysteme nutzt, um seine Sicht auf die Fabrik zu erweitern.
Der Mensch behält dadurch ganz bewusst eine zentrale Rolle in allen relevanten Abläufen der Smart Factory.
Seine Aufgaben kann man wie folgt benennen: 

           beobachten - verstehen - bewerten - entscheiden – verantworten

In diesem Regelkreis kann er Zielvorgaben situativ und kontextabhängig beeinflussen.

Diese Aufgaben erledigt er über mobile Geräte, wie z.B.: Tablet-PCs bzw. Smartphones. Zukünftig wird er der Mitarbeiter 4.0 mit der Datenbrille und dem Telefon-Headset auf dem Kopf alle technischen Voraussetzung immer bei sich tragen, um in Sekundenschnelle reagieren zu können. Zudem kann er beispielsweise über diese mobilen Geräte von jedem Ort der Welt in die Produktion eingreifen und Betriebs- und Produktzustände über Echtzeitabbilder überwachen und steuern. Dazu braucht er stärkeres interdisziplinäres Handeln und Denken sowie einen ausgeprägten Weitblick, um nicht mit den Antworten von gestern die Fragen der Zukunft zu beantworten.

augmented operator

Augmented Operator mit ValueFacturing; Bildquelle: ©Maschinenfabrik Reinhausen

Augmented Reality (AR)

 ◾ Augmented Reality ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Virtualisierung

Augmented Reality (oder “Erweiterte Realität”) erweitert die menschliche Wahrnehmung der echten Welt durch Einblendung zusätzlicher virtueller Informationen. Die Zusammenführung dieser beiden Welten wird als Augmented Reality (AR) bezeichnet.  Der Nutzer benötigt dazu eine Augmented Reality Brille, wie z.B. die Microsoft Hololens.

augmented reality

Bildquelle: © Tran - Fotolia.com

Augmented Reality kann in abgeschwächter Form auch mit
Smartphone, Tablet, oder Headup-Display erlebt werden.

Merke:

Der Virtual Reality (VR) Nutzer sieht 100% virtuelle Bilder

Der Augmented Reality (AR) Nutzer sieht eine Mischung aus realen und virtuellen Bilder, die ohne räumlichen Bezug zueinander sind

Der Mixed Reality (MR) Nutzer sieht eine Mischung aus realen und virtuellen Bilder, die einen räumlichen Bezug zueinander haben

VR AR MR

Bildquelle: © fedorovacz - Adobe Stock& © Tran - Adobe Stock & ©JH

Automatische Identifizierung (Auto-ID)

 Auto-ID ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Internet der Dinge

Auto-ID steht für automatische Identifizierung von smarten Objekten. Dazu zählen alle „Dinge“ die eine UIN (Unique Identification Number) mit sich führen.
Durch Auto-ID werden diese smarten Objekte mittels KI automatisch erkannt und identifiziert. Dazu müssen die zu identifizierenden Dinge digital lesbare Informationsträger mitführen.

📌Übliche Beispiele sind:

✔️Magnetstreifen
✔️Barcode
✔️DataMatrix-Code
✔️QR-Code
✔️mit Bildverarbeitung lesbare Buchstaben (OCR)
✔️diverse RFID Chips (Radio-Frequency Identification)
✔️Smart Label (ultraflache, passive RFID Chips)

Dazu wird entsprechende Hard- und Software benötigt.

📌Übliche Beispiele sind:

✔️Barcode-Scanner, bekannt vom Supermarkt, lesen Barcode ein
✔️Die Kamera App moderner Smart-Phones liest QR-Code ein
✔️Die NFC App moderner Smart-Phones liest RFID ein
✔️OCR-Scanner zur Texterkennung (Optical Character Recognition)

💡 Ein Beispiel, das uns alle betrifft:

Die Lkw-Maut in Deutschland ist eine streckenbezogene Straßenbenutzungsgebühr für den Schwerverkehr und identifiziert die LKW‘s automatisch beim Durchfahren einer Kontrollbrücke. Diese automatische Identifizierung (Auto-ID) erfolgt durch eine Infrarot-Verbindung mit der On-Board-Unit (OBU) der Fahrzeuge. Zur Rasterfahndung von Fahrzeugen ohne OBU (alle PKW) sind in den Kontrollbrücken zusätzlich Kennzeichenscanner mit Texterkennung (OCR) eingebaut.

siehe Entität

Auto ID

Bildquelle: © vanillya / stock.adobe.com

Autonomie 

◼️ Autonomie ist im Ordnungsrahmen ein Hauptbegriff.

Autonomie im Sinne von INDUSTRIE 4.0 steht für Produktionsprozesse, die ohne Menschen produzieren, d.h. für eine bestimmte Zeit oder Stückzahl vollautomatisch funktionieren. Dazu benötigt man u.a. Cyber-Physical Systems (CPS).

Diese haben folgende Merkmale:

1️⃣ Sensorik zur Wahrnehmung der Umgebung
2️⃣ künstliche Intelligenz für Regelmechanismen
3️⃣ Aktorik bzw. Robotik für den Teilefluss

Kognitive Assistenzsysteme integrieren aufgabenspezifische CPS und assistieren dem Menschen immer umfangreicher.

Durch den verstärkten Einsatz von Sensorik und Aktorik können die Assistenzsysteme immer bessere Entscheidungen treffen und so den Menschen weiter entlasten oder ersetzen. Es wird dabei zwischen unterschiedlich stark ausgeprägten Assistenz- und Autonomie-Stufen unterschieden. Grundsätzlich gilt jedoch folgende These:

👉  ASSISTENZ GEHT DER AUTONOMIE VORAUS 👈

und bedeutet, dass der Prozess über die Zeit mit immer mehr und besseren Assistenzsystemen ausgestattet wird, bis er schlussendlich autonom funktioniert.
Quasi vom VW-Käfer zum selbstfahrenden Tesla.

Alle Unterbegriffe von Autonomie versuchen diese These durch digitale Automatisierung immer weiter zu vervollständigen.
👉 MES Systeme entwickeln sich zu MOM Systemen weiter und werden dadurch zu kognitiven Assistenzsystemen.
👉 ERP Systeme nutzen zusätzlich APS Systeme.
Die autonome, menschenleere Fabrik sehe ich deshalb noch nicht.

Autonomie

Bildquelle:© pgottschalk / stock.adobe.com; © Editorial_Use_Only_ardasavasciogullari / stock.adobe.com


B

Barcode eindimensional

◾ Barcode ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Smart World

Als eindimensionaler Barcode wird eine elektronisch lesbare Schrift bezeichnet, die aus verschieden breiten, parallelen Strichen und Lücken besteht.
Der Barcode wird mit optischen Lesegeräten, wie z. B. Scanner, maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet.
Die bekanntesten Barcode-Scanner dürften die Supermarkt-Kassen sein.
Dieser eindimensionale Barcode wird auch Strichcode, Balkencode oder Streifencode genannt.
Ein eindimensionaler Barcode kann maximal 40 Ziffern oder 20 Zeichen aufnehmen:

Beispiel: Kennzeichnung von Lebensmitteln:

barcode

Abhängig von der benötigten Informationsdichte gibt es verschiedene eindimensionale Barcodetypen.
Hier finden Sie eine: Liste aller Barcodetypen

Batch Lernen

gehört zu: KI

Batch Lernen ist ein Teilgebiet vom Machine Learning.
weitere Informationen finden Sie dort.

Big Data

◼️ Big Data ist im Ordnungsrahmen ein Hauptbegriff.
 
Big Data ist erst mal nur eine Sammlung von dummen Rohdaten und bezeichnet Datenmengen, die mit herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung nicht mehr zu verarbeiten sind. Diese Datenmengen wachsen aufgrund der technischen Entwicklung und der des Internets, da es immer leichter wird, große Datenmengen zu sammeln, zu speichern und zu analysieren.
Big Data ist quasi ein Sammelbegriff für digitale Massendaten, die in technischer Hinsicht vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen.
Der Mehrwert von Big Data entsteht allerdings erst dann, wenn diese Rohdaten (Data Lake) durch Heuristiken bzw. Mustererkennung (Data Mining) veredelt werden. Dadurch kommt man zu neuartigem Erkenntnisgewinn (Smart Data).

Die Definition von Big Data beinhaltet folgende 5 Dimensionen:

1️⃣ volume  (Umfang der Datenmenge)
2️⃣ velocity  (Geschwindigkeit, mit der die Datenmengen unterwegs sind)
3️⃣ variety (Varianz bzw. Vielfalt der Daten)
4️⃣ value (unternehmerischer Mehrwert durch die Daten)
5️⃣ validity  (Richtigkeit der Daten)

BigData

Bildquelle: ©Female photographe  - Fotolia.com
Merke:
Big-Data wird durch Data-Mining zu Smart-Data

 

Bin Picking

◾ Bin Picking, z. dt.: "Griff in die Kiste"  ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼ Digital Value

Der Begriff „Bin Picking“ steht – für den sogenannten "Griff in die Kiste" durch einen Roboter der Augen und Hände besitzt.

Bei vielen Automatisierungslösungen werden Werkstücke durch einen Roboter einer Maschine zugeführt. Dabei liegen diese Werkstücke in der Regel unsortiert (meist aber sortenrein) in einer Gitterbox oder einem anderen Behälter. Für den Roboter ist es eine besondere Herausforderung die chaotisch übereinander liegenden Werkstücke immer richtig zu greifen. Dazu muss die Bilderkennungssoftware mit Hilfe von KI  die Lage und Richtung der Werkstücke eindeutig erkennen und das Greifverhalten dazu passend steuern. Schnelle Zugriffszeiten und ein vollständiger Entleerungsgrad sind das Ziel. Ebenso sollten neue Werkstückformen keinen neuen Engineering Aufwand erfordern. Das erfordert umfangreiche Weiterentwicklung der KI.

siehe auch Pick and Place

Bin Picking

Bildquelle: © Maschinenfabrik Reinhausen - JH

Hier finden Sie ein YouTube Video zum Thema: Bin Picking

Bitcoin

 Bitcoin ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Internet der Dienste

Bitcoin (BTC) ist das weltweit führende digitale Zahlungsmittel auf Basis einer Blockchain und der Pionier unter den Kryptowährungen.
Die Bitcoin Währung ist inflationssicher, da der Erfinder Satoshi Nakamoto die absolute Menge auf 21 Millionen Bitcoins begrenzt hat.
Die Verdoppelung des Mining-Aufwands für neue Bitcoins, nach jeweils 210.000 Blöcken, führt zu einer zusätzlichen Verknappung des Angebots.
Im Juli 2019 waren rund 17,85 Millionen Bitcoins im Umlauf, sodass der größte Teil bereits geschürft ist.
Es wird vermutet, dass alle 21 Millionen Bitcoins erst im Jahre 2130 geschürft worden sein werden.
Das Schürfen von Bitcoins benötigt Rechenleistung zur Transaktionsverarbeitung, Synchronisierung und Absicherung rund um den Globus.
Der Bereitsteller der Rechenleistung wird dafür mit einer Bitcoin-Transaktionsgebühr entlohnt.
Das Bitcoin-Netzwerk reiht all diese Transaktionen in die Blockchain ein.
Die Blockchain-Algorithmen benötigen für die zahlreichen Transaktion sehr viel Energie.
Die Blockchain, als Basis für Kryptowährungen wird deshalb auch als Stromfresser und damit Umweltsünder bezeichnet.
Durch neue Verfahren wie z.B. "Bitcoin Lightning" wird versucht den Energieverbrauch zu reduzieren.

Es ist möglich, mit der Bitcoin-Software OP_RETURN einzelne Coins zu vernichten, indem man den zugehörigen Schlüssel in der Blockchain zerstört.
Warum man das tun sollte, steht auf einem anderen Blatt.
Es ist auch möglich einzelne Coins zu verlieren, indem man das Passwort vergisst, was einigen Menschen schon passiert sein soll.

BitCoins

Bildquelle: © volff- Adobe Stock

Übrigens:
Es gibt weitere Digitalwährungen wie z.B.: Ether, XRP oder Bitcoin Cash

Blended Learning

siehe Lernen 4.0

Blockchain

 Blockchain ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Internet der Dienste

Eine Blockchain ist eine Datenbank, die eine stetig wachsende Liste von Transaktionsdatensätzen beinhaltet.
Die Datenbank wird chronologisch erweitert, vergleichbar einer Kette ("Blockchain" = "Blockkette"), der am unteren Ende ständig neue Elemente hinzugefügt werden. Ist ein Block vollständig, wird der nächste erzeugt. Jeder Block enthält eine Prüfsumme des vorhergehenden Blocks. Das hat eine Kette von Blöcken vom Genesis Block bis zum aktuellen Block zur Folge. Diese Blöcke sind bei einer Blockchain aber nicht nur auf einigen wenigen Computern, sondern weltweit auf sehr vielen Computern verteilt. Die dadurch vorhandene weltweite Transparenz soll Manipulationsmöglichkeiten verhindern und ist einer der größten Vorteile einer Blockchain. Als Nachteil kann der vergleichsweise geringe Datendurchsatz aufgeführt werden.

Die bekannteste Blockchain Anwendung ist die digitale Cryptowährung Bitcoin

Blockchain

Bildquelle: © LuckyStep - Fotolia.com

 

Bluetooth

 ◾ Bluetooth ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Mobile Computing

Bluetooth ist ein 1999 entwickelter Industriestandard für die Datenübertragung zwischen Geräten über kurze Distanz per Funktechnik (WPAN).
Hauptzweck von Bluetooth ist das Ersetzen von Kabelverbindungen zwischen Geräten. Vorrangig zum Einsatz kommt Bluetooth bei Mobile Computing.

Es gibt verschiedene Arten und Versionsstände von Bluetooth-Geräten, die unterschiedliche Reichweiten von 1 bis 100 Meter erreichen.
Üblicherweise wird in der Praxis ein Abstand zwischen 1 bis 10 Meter empfohlen, damit die Verbindung steht.
Mit der seit Ende 2016 verfügbaren Bluetooth Version 5 wurde die Reichweite und die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich erhöht.
Ohne Hindernisse zwischen Sender und Empfänger sind so Verbindungen von bis zu 200 Metern und eine maximale Datenrate 2 MBit/s im Freifeld möglich.  Damit ausgestattet, werden Bluetooth-5-Geräte im Internet of Things  (IoT) vieles ermöglichen.

Der Name „Bluetooth" leitet sich vom dänischen König Harald Blauzahn (englisch Harald Bluetooth) ab.
Das Logo zeigt ein Monogramm seiner Initialen H und B in germanischen Runen.

Bluetooth

 

Bots

◾ Bots ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼ Digital Value

Bots sind Programme, die menschliche Verhaltensmuster simulieren, um eine menschliche Anwesenheit im Internet vorzutäuschen.
Ziel ist es, dadurch mit echten Menschen zu interagieren.

Bots

Bildquelle: ©svtdesign - Fotolia.com

Je nach Programm treten die Bots in unterschiedlichen Komplexitätsstufen auf. Im einfachsten Fall reagieren diese Bots auf bestimmte Schlüsselwörter oder sogenannte Hashtags, auf die sie dann wiederum mit vorgefertigten Informationen reagieren. Durch Verwendung von künstlicher Intelligenz und umfassender Datenanalyse können die Bots allerdings immer besser die reale Existenz von einem Menschen vortäuschen. Zusätzlich kann auch das Tagesgeschehen mit integriert werden, um die Echtheit weiter zu untermauern.

Meist sind die Bots für einen bestimmten Zweck bestimmt.
Abgrenzung:

• Social Bots sind in den sozialen Netzwerken aktiv um beispielsweise Postings zu teilen, zu liken oder zu kommentieren.
• Chat Bots werden dort eingesetzt, wo automatisiert Fragen beantworten werden müssen.

Ein negatives Beispiel für Social Bots sind politische Stimmungsmache oder politische Propaganda.

Ein Beispiel für Chat Bots sind Reservierungsportale. Aber auch Newsportale, wie z.B. die Tagesschau, haben einen eigenen Chat Bot mit dem man über aktuelle Themen chatten kann.

Mit zunehmender künstlicher Intelligenz wird es immer schwieriger Bots zu entlarven.
Folgender Turing-Test ist die Messlatte für den Bot:
Wenn ein menschlicher Fragesteller nach intensiver Diskussion (ohne Sichtkontakt) mit einer menschlichen und einer künstlichen Intelligenz (Bot) nicht klar sagen kann, welcher von beiden die Maschine ist, dann hat die Maschine den Turing-Test bestanden.

Merke:

Social Bots schreiben
Chat Bots sprechen

Brownfield

siehe Greenfield

C

Blended Concepts

siehe Lernen 4.0

Cloud

 Cloud  ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Internet der Dienste

Cloud Computing (deutsch Rechnerwolke oder Datenwolke) ist ein Betreibermodell, bei dem die IT-Ressourcen, wie z.B. Server, nicht in den eigenen Räumlichkeiten betrieben werden, sondern, z.B. über das Internet, dynamisch zur Verfügung gestellt werden. Diese Art der Bereitstellung ermöglicht es, die IT- Ressourcen (Hardware, Software, Infrastruktur) bedarfsorientiert und flexibel abzurufen.

Cloud Computing

Bildquelle: ©bagotaj - Fotolia.com

Man unterscheidet bei Cloud Computing zwischen folgenden 3 Ausprägungen:

1️⃣ Public Cloud
Die Public Cloud ist eine öffentliche Cloud deren Dienste offen über das Internet für jedermann zugänglich sind.

2️⃣ Private Cloud
Die Private Cloud wird auch als Unternehmens-Cloud bezeichnet.
Sie nutzt zwar die Vorzüge der Cloud-Technik, bleibt aber durch internes Hosten innerhalb eines Unternehmens und erreicht dadurch einen hohen Sicherheits- und Datenschutzgrad, allerdings mit erhöhten Personal- und Wartungsaufwand. 

3️⃣ Hybrid Cloud
Wenn Private Clouds mit Public Clouds kombiniert werden, dann spricht man von einer Hybrid Cloud. Dies ermöglicht eine Trennung und Verteilung von datenschutzkritischen und -unkritischen Geschäftsprozessen, allerdings mit noch höherem Personal- und Wartungsaufwand.

Hinweis:
Das Gegenteil von der Cloud nennt man On-Premise

 

 

Cobot

siehe Robotik

Cognitive Services

Companion Specifications

 ◾ Companion Specifications ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Data Governance

Companion Specifications legen fest in welcher Form die vernetzungsfähigen Dinge bestimmte Informationen bereitstellen.
Der herstellerunabhängige Austausch von Daten ist eine entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Einführung von Industrie 4.0.
OPC UA beinhaltet dazu eine Sammlung von Spezifikationen, die die Kommunikation im Umfeld der Industrieautomation standarisiert.

Dazu braucht es als Basis allgemeingültiges Vokabular, dass für alle Maschinen gilt,
und auch maschinenspezifisches Vokabular, dass pro Maschinentechnologie gilt.

Die Basisspezifikation trägt den Namen „OPC UA for Machinery“ und ist für alle Maschinen gültig.
Maschinenspezifische Unterschiede werden in den „Companion Specifications“ abgebildet. 

Um sich digital zu integrieren, braucht eine Drahterodiermaschine logischerweise teilweise einen anderen Wortschatz als eine Fräsmaschine.

Die OPC Foundation und der VDMA erarbeiten deshalb in diversen Arbeitskreisen diesen domänenspezifischen Wortschatz.
Damit Interoperabilität möglich wird und unterschiedlichste Systeme, möglichst nahtlos zusammenarbeiten können ist zu hoffen, dass diese und weitere Arbeitskreise eine kritische Masse an Unternehmen mobilisieren können, die sich auf diesen Standard einigen.
Companion Specifications

Bildquelle: © Visual Generation / stock.adobe.com

Condition Monitoring

◾ Condition Monitoring  ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼ Digital Value

Condition Monitoring steht für die kontinuierliche Zustandsüberwachung von Assets wie z.B. Maschinen und Anlagen, etc.
Basierend auf in Echtzeit gesammelten und mit KI analysierten Sensordaten kann ein verlässliches Bild über den (Verschleiß-) Zustand von Bauteilen gewonnen und bei Bedarf automatisch reagiert werden.

ConditionMonitoring
Bildquelle: ©synthex - Adobe Stock

Condition Monitoring kann auch ohne Visualisierung stattfinden, d.h. die Software läuft unerkannt im Hintergrund und macht sich nur bei erkannten Störungen bemerkbar durch automatisches Gegensteuern. Diese Überwachung des Maschinenzustands ist die zwingende Voraussetzung für eine vorausschauende und
bedarfsorientierte Wartung und Instandhaltung mittels Predictive Maintenance.

Abgrenzung:

  • Visualisierung zeigt Zustände nur bildhaft an, ohne auf kritische Zustände automatisch zu reagieren.
  • Condition Monitoring reagiert auf kritische Zustände oder auf Werte außerhalb eines festgelegten Bereiches.
  • Predictive Maintenance kann auf Grund der Zustände vorausschauend berechnen, wann Wartungen durchzuführen sind.

Cyber-Physical Production System (CPPS)

Cyber-Physical System (CPS)

 ◾ Cyber-Physical System ist im Ordnungsrahmen ein Unterbegriff und gehört zu: ◼️ Autonomie

CPS steht für Cyber-Physical System, zu Deutsch: cyber-physisches System.

CPPS steht für Cyber-Physical Production System und ist die Ausprägung des CPS für die produzierende Industrie.

Beide Begriffe beinhalten SMARTE OBJEKTE, die sich selbst steuern.

💡 Dazu benötigen sie dreierlei:

1️⃣ Sensoren, um die physische Welt in Form von Daten zu erfassen
2️⃣ eine Softwaresprich Embedded System und je nach Anwendung auch KI, um die Daten auszuwerten und um Entscheidungen zu treffen
3️⃣ Aktoren (z.B. Elektromotoren oder Robotik), um die berechneten Entscheidungen umzusetzen und dadurch steuernd bzw. regulierend auf die physische Welt einzuwirken

👉 CPS Beispiel - Automatische Markisensteuerung mit:
1️⃣ einem Sensor, der die Windstärke misst
2️⃣ einer Software, die entscheidet wann die Markise automatisch eingefahren werden muss
3️⃣ einem Aktor, der die Markise mittels Elektromotor einfährt

👉 CPPS Beispiel – Automatische Nachschubsteuerung einer Produktionslinie mit:
1️⃣ mehreren Sensoren, die den Verbrauch auf der Produktionslinie messen
2️⃣ einer Software, die entscheidet, wann welcher Nachschub benötigt wird
3️⃣ mehreren Aktoren, die die Entnahme aus dem Lager und den Transport durchführen

Cyper Physical Systems

Bildquelle:  
© emcrea / stock.adobe.com & © vimax001 / stock.adobe.com & © Scanrail / stock.adobe.com & © gaihong / stock.adobe.com & © www.industrie40.net

zum Feedbackformular

Ihr Feedback ist mir wichtig!

Helfen Sie mir dabei, mein Lexikon zu erweitern.
zum Feedbackformular

 

Johann Hofmann hat 4,62 von 5 Sternen 64 Bewertungen auf ProvenExpert.com